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DLF | Bericht lückenhaft und teilweise falsch

28.1.2026 - Update

Der Deutschlandfunk berichtet lückenhaft und teilweise falsch über den Stand der Vorbereitungen zum Launch der OAZ.

Wir sehen uns daher veranlasst, einige Richtigstellungen vorzunehmen, um der Verbreitung von Mutmaßungen und falschen Informationen entgegenzutreten:

I) Die Motivation zur Gründung der OAZ speist sich aus den Defiziten etablierter Medien (u. a. des ÖRR), die die weltweiten Veränderungen nicht in ausreichendem Maße abbilden. Mit der OAZ möchten wir dazu beitragen, dass die ostdeutschen Erfahrungen eines friedlichen Systemwechsels und, in noch stärkerem Maße, der darauffolgenden Transformationen in der deutschen und europäischen Politik intensiver reflektiert und genutzt werden. Um dies zu erreichen, positionieren wir die „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ bewusst im Wettbewerb mit bestehenden medialen Angeboten.
Die Vermutungen der Kollegin vom DLF, insbesondere zu den angeblichen Motiven des Verlegers Holger Friedrich, entbehren daher jeder Grundlage. Der im Beitrag eingeblendete O-Ton von Holger Friedrich bezieht sich auf dessen Motivation, unprofessionellen medialen Praktiken, insbesondere der strukturellen Diskreditierung ostdeutscher Lebensrealitäten in Deutschland, konstruktive publizistische Angebote entgegenzusetzen.

II) Die „Einordnung“, die NachDenkSeiten, früherer Arbeitgeber des künftigen Kollegen Warweg, als Ort von Verschwörungserzählungen zu positionieren, ist manipulativ. Albrecht Müller ist Gründer und Herausgeber der NachDenkSeiten, die er im November 2003 gemeinsam mit Wolfgang Lieb ins Leben rief. Der ehemalige SPD-Politiker und Publizist etablierte das Portal als kritische Plattform, die sich als linke Gegenöffentlichkeit zu etablierten Medien versteht. Eine solche sachgerechte Darstellung wäre dem Qualitätsanspruch des Deutschlandfunks angemessen gewesen.Florian Warweg ist ein qualifizierter, mutiger und unabhängiger Journalist. Seine bisherige journalistische Arbeit war durchweg einwandfrei und professionell. Wir sind stolz darauf, den gebürtigen Magdeburger als Mitglied des OAZ-Teams gewonnen zu haben.

III) Auch die Mutmaßungen zur Finanzierung der OAZ sind unzutreffend. Der Berliner Verlag war zum Zeitpunkt der Übernahme durch die Familie Friedrich im Jahr 2019 hoch defizitär und publizistisch von geringer Relevanz. Inzwischen schreibt der Verlag schwarze Zahlen, sodass die Investitionen in den Aufbau der Strukturen des Ostdeutschen Verlages für die OAZ aus dem freien Cashflow des Berliner Verlags finanziert werden. Anders als alle anderen Zeitungsverlage in Deutschland veröffentlicht der Berliner Verlag seine Jahresabschlüsse regelmäßig und transparent im Bundesanzeiger. Die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Verlags ist somit für jeden Interessierten problemlos nachvollziehbar.
Grundlage dieses wirtschaftlichen Erfolgs ist das publizistische Angebot des Berliner Verlags, das kontinuierlich neue Leserinnen und Leser gewinnt. Um diesen Erfolg fortzuführen und auf eine breitere wirtschaftliche Basis zu stellen, wird die Expansion in den Osten Deutschlands vorangetrieben – als wettbewerbsorientiertes Projekt und ausdrücklich unabhängig von Fremdfinanzierungen.

Wenn ein öffentlich-rechtliches Medium wie der Deutschlandfunk mit einer wertenden Überschrift wie „Mit Skepsis erwartet“ in ein neues publizistisches Projekt einsteigt, bestätigt das jene Medienskepsis, die es eigentlich abbauen sollte – und liefert damit unbeabsichtigt das stärkste Argument für die Existenz einer neuen, unabhängigen Stimme wie der OAZ. Die Art von Beiträgen von Frau van Laak diskreditieren von Anfang an Menschen, die mit und für die OAZ antreten, um einen offenen fairen Diskurs zu unterstützen. Was eine offene, freie Gesellschaft bestmöglich unterstützt.

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